Aufreger: Wahlplakat
In einer Woche, am 30. August 2009 ist es wieder soweit, die Kommunalwahlen in NRW stehen an. Wählen ist wichtig, nicht nur, weil man, wenn man nicht wählt, indirekt den “Falschen” Unterstützung zukommen lässt, sondern auch, weil es in vielen Ländern für die Menschen keine Möglichkeit zur Wahl oder freien Meinungsäußerung gibt. Wählen heißt, seine politische Meinung zu untermauern, wählen sollte jeder und wenn man an dem Tag keine Zeit hat, dann kann man es auch per Brief, das ist ganz einfach.
Um viel Aufmerksamkeit, scheinbar auch von den jungen Wählern oder Wahlfaulen zu bekommen, greifen manche Parteien zu sehr, sagen wir mal, auffälligen Wahlplakaten. Seien es Karikaturen, nackte Körperteile, die zur Schau gestellt werden oder tiefe Einblicke, vor fast nichts wird beim aggressiven Kampf um das „nicht Übersehen werden“ zurück geschreckt. Dabei interessieren doch nun wirklich keine blanken Tatsachen, sondern das Wahlprogramm. Auch ist öfter festzustellen, dass es in den Slogans der Parteien immer um ein Thema geht: “Alles besser machen!” Jede Stadt kann es besser als jetzt, ganz Deutschland kann es besser, dabei wird vergessen, dass besser eine Steigerung von etwas bedeutet, was voraussetzt, dass es jetzt nicht gut genug ist. Es ist schade, dass man so versucht auf sich aufmerksam zu machen, anstatt junge Menschen auf anderem Wege für Politik zu begeistern z.B. übers Internet, dort wurde ja schon in den USA der Wahlkampf entschieden. Ob hier jedoch lustige Accounts der deutschen Politiker bei Studi VZ und Co. reichen, ist fraglich.
Ich gehe am 30. August wählen und hätte es auch ohne diese, teils sehr merkwürdigen Wahlplakate und Kampagnen getan. Denn jeder in diesem Land sollte wählen gehen, denn seine Stimme abgeben, bedeutet auch eine zu haben.



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