Archiv der Kategorie 'Gedanken'

Lies mal wieder

Es wird immer weniger gelesen, gerade junge menschen haben dazu keine Lust mehr. Im Internet etwas lesen, ist da wohl noch ganz in Ordnung, wenn die Texte kurz und die Fotos dazu groß sind, aber Bücher lesen, das ist nicht mehr sooo spannend, finden viele. Was ich absolut nicht verstehen kann, denn nur wer liest, kann auch mitreden. Aktuelle Informationen vom Weltgeschehen, Politik, Wirtschaft und sogar Sport sind wichtig in der alltäglichen Kommunikation, ein Informationsvorsprung und damit schnelleres und besseres Wissen als das Gegenüber können ein großer Vorteil sein.

Doch wie soll man etwas über Wirtschaft oder Politik erfahren, wenn man nicht liest? Wenn man sich nicht dafür interessiert, heißt es ja nicht, dass man gar nichts darüber wissen muss. Zumindest ein Grundgerüst an “Bildung” in diesen Bereichen sollte man sich aneignen. Damit man sich zu jedem Thema eine meinung bilden kann und das sollte nun wirklich jeder haben: eine meinung, wenn schon nicht viel ahnung, dann doch eine Meinung und diese gilt es zu begründen im Gespräch mit anderen und dafür braucht man Fakten, die diese untermauern. Und woher bekommt man diese?: Richtig: vom Lesen :-)

Lasst euch bei Artikeln aus dem Wirtschaftsteil der Tageszeitung nicht von Fachwörtern und Begriffen abschrecken, die ihr nicht kennt, schaut nach was sie bedeuten und lernt dazu.

Und damit dieser Blogeintrag auch gelesen wird, habe ich ihn extra kürzer gehalten, obwohl ich noch viel mehr hätte schreiben können ;-)

Eine hohe Kunst

Es ist eine hohe Kunst anderen Menschen etwas zu gönnen, sei es Erfolg, Geld oder ein hübsches Aussehen. Vielen fällt es schwer zu sagen: “Ja, ich freue mich für dich.” Und es sind oft Frauen, die damit Probleme haben nicht neidisch zu sein. Neid gehört zu den sieben Todsünden und bezeichnet das ethisch vorwerfbare, gefühlsmäßige Verübeln der Besserstellung konkreter Anderer oder die Missgunst des Besitztums oder den Vorzug anderer.

Aber wieso ist man neidisch? Das fängt schon bei kleinen Kindern an, wenn das eine etwas schöneres oder besseres hat als man selbst. Da entsteht im besten Fall der Wunsch diesen Gegenstand auch zu besitzen, doch oft kommt es auch einfach zu einer rein menschlichen Reaktion und man denkt sich: “Wieso hat er das und ich nicht?”.

Mit Sicherheit gibt es nur wenige Leute, die völlig neidfrei durchs Leben gehen, was auch damit zu tun hat, dass viele Menschen oft selbst mit sich, ihrem Leben oder finanziellen Status unzufrieden sind, denn wer zufrieden ist und glücklich mit dem was er hat, ist auch nicht missgünstig, sondern freut sich mit dem Anderen über sein Glück. Und Glück hat sicher nicht immer etwas mit monetären Aspekten zu tun, auch wenn es etwas platt klingt, die wertvollsten Dinge im Leben kann man sich sowieso nicht kaufen und die sollte man auch jedem anderen Menschen gönnen können :-)

Fremdgehen 2.0

Die Abkürzung SMS steht nicht für “Schau mal schnell”, sondern für Short Message Service, das sind diese kleinen Textnachrichten, die man sich von mobilen Endgeräten zu schicken kann und in die man lustige Smilies und Wörter wie “loool” oder “hdl” schreibt. “Schau mal schnell” könnte es aber auch heißen, weil viele Leute im modernen Zeitalter des Jahres 2010 Spuren hinterlassen, gerade mit Vorliebe Männer auf ihren Handys. Fremdgehen 2.0 könnte man es nennen. Dieses Thema ging ja mit prominenten Beispielen durch die Presse, wie die Ehefrauen von berühmten Sportlern oder Schauspielerinnen über das Telefon von den Affären ihrer Partner erfuhren. Das hätte nicht sein müssen, denn SMS zu behalten ist leichtsinnig und dumm, wenn man bescheißt, denn das ist oft der erste Ort an dem bei Verdacht geforstet und gesucht wird.
Was auch noch recht gefährlich werden kann, ist das e-Mail Postfach, sicher es ist passwortgeschützt, doch sollte man sich schon einen komplett anderen Account zulegen, wenn man etwas verstecken will, oder nicht? Sonst können schnell schmutzige Details oder gar Fotos ans Licht kommen. Hintergehen ist immer daneben und unverzeihlich, nur stellen sich die Männer dabei manchmal wirklich recht dumm an :-)

Um sich greifende Dummheit

Das kennt doch bestimmt jeder, es gibt Menschen, die raffen es einfach nicht. Bei den offensichtlichsten Dingen, die niemals klappen können, bestehen sie trotzdem auf ihre Sicht der Dinge und beharren auf ihrer Meinung, obwohl alles dagegen spricht und sie einfach nicht Recht haben. Klingt etwas kryptisch, muss ich aber an dieser Stelle einfach mal los werden. Wenn man keine Chance hat, weil man nämlich verloren hat, sollte man sich das eingestehen und nicht so dumm sein, immer weiter zu machen. Maßlose Selbstüberschätzung ist für andere dann eher belustigend wenn nicht doch auch etwas traurig. Eine Niederlage kann auch mit Würde getragen werden oder peinlich enden. Denn ich bemerke immer wieder, ja, die Dummheit greift um sich und, ja, es wird immer schlimmer :-) Also schaut euch um, ihr werdet diese Leute auch in eurem Umfeld entdecke, die all um sich greifende Dummheit lauert überall und wenn ihr euch fragt: “Warum machen diese Personen das?” ist die Antwort doch so einfach: “Weil sie total doof sind.” ;-) In diesem Sinne, einen schönen Tag all denen, die nicht zu blöde sind zu merken wann weiteres Handeln in die falsche Richtung sinnfrei ist.

Trend zum Verzicht

Viele Leute sind der Meinung, dass Karneval nur dem Feiern dient und kennen den Hintergrund für dieses Fest gar nicht. An Aschermittwoch beginnt im christlichen Glauben die Fastenzeit. Diese dient dem Verzicht und ende an Ostern. Der Zeitraum von 40 Tage und damit 7 Wochen soll an das Fasten und Leiden Jesu Christi erinnern.

Doch worauf verzichten die Deutschen überhaupt in dieser Zeit? Oder bleibt alles beim Alten? Ich habe erfahren, dass sogar fast ein Drittel der Leute sich vornehmen (also ist nicht gesagt, ob sie es wirklich machen) auf den Gebrauch des Computers zu verzichten, was ich finde, schon sehr hart werden kann :-)

Andere beliebte Dinge, die man in dieser Zeit nicht macht, ist Alkohol trinken, da viele es an Karneval eh maßlos übertreiben oder auch das Rauchen oder das Auto fahren zu lassen. Aber wer schafft es schon richtig zu fasten, also nur Säfte, Brühe, Wasser, Tee etc. zu trinken und nichts zu kauen, den würde ich schon stark bewundern, der das schafft. Ich denke nicht, dass es viele gibt, die das tun: worauf verzichtet ihr denn, oder macht ihr so weiter wie bisher und sagt euch, das interessiert mich nicht?
Ich bin der Meinung jeder sollte auf etwas verzichten, nur um zu merken, dass es einem fehlt.

Das reale Leben

Jeder der mal sehr früh aufstehen musste und dann den Fernseher einschaltet oder einen Tag zu Hause ist und nachmittags fern sieht, kennt sie: Doku Soaps oder auch Realtiy Formate.
Dort wird aus dem “wahren Leben” berichtet, von schwangeren Jugendlichen, zwischenmenschlichen Konflikten, Arbeitslosigkeit, Schulden, Wohnungssuche und zig anderen Themen.

Braucht niemand so etwas, denkt ihr? Stimmt nicht ganz, der Markt spricht eine andere Sprache, die Quoten dieser Sendungen am Nachmittag und frühen Abend sind durchweg sehr gut, so gut, dass die Nachfrage nicht befriedigt werden kann. Heißt: es gibt nicht mehr genug normale echte Menschen, die sich in solchen Doku Soaps vorführen lassen wollen und so entstand das Konzept von “Scripted Reality”.

Diese geschriebenen Fälle von Realität unterscheiden sich kaum von dem Trash der anderen Formate, man merkt den Unterschied kaum, doch es sind Laien Schauspieler, ähnlich wie bei Gerichtsshows, die dort zu sehen sind. Handlung und Personen sind frei erfunden. Im Abspann gibt es dann einen kleinen Hinweis, dass es sich um eine erfundene Geschichte handelt.
Solche Sendungen lassen sich sehr günstig produzieren, die Geschichten werden der Gier des Publikums nach mehr absurderen Storys und viel verrückteren Protagonisten gerecht und viel angeschaut.
Denn das wirkliche Leben ist scheinbar zu langweilig, um darüber zu berichten, es muss immer kranker und kaputter sein um die Zuschauer zu binden.

Blond = gefährlich?

Wir Blondinen, ob jetzt echt oder gefärbt, haben schon mit einigen Vorurteilen zu kämpfen, oder wir spielen damit, so wie ich :-) Erstmal heißt es wir sind hohle Nüsse, haben keinen Plan und sind nur hübsch anzusehen. Und dann müssen wir uns noch mit einer anderen Unterstellung konfrontiert sehen: wir seien gefährlich, gerade was Männer angeht. Da kann ich nur sagen, was ein Blödsinn.

Meine wirklich gut aussehende und blonde Freundin erzählte mir neulich von ihrem Urlaub. Sie war mit einer Bekannten im Süden Europas unterwegs, in einer Clubanlage, da gibt es immer Buffet und man muss sich zu fremden Leuten an den Tisch setzen. Selbst richtig alten Frauen ist halb das Essen aus dem Gesicht gefallen, als die beiden sich zu ihnen gesellten und die Frauen krampften die ältesten Greise an ihrer Seite fest, da sie Angst hatte, das blonde Gift nimmt sie ihnen weg. Hallo, traut Blondinen niemand Geschmack zu? Ich hab mich kaputt gelacht, wie albern ist das bitte, auch Brünetten können gefährlich sein ;-)

You never eat alone

Essen, gerade zu Weihnachten ein wichtiges Thema. Der helle Wahnsinn, was habe ich jetzt gesehen, eine große Fast Food Kette hat in einigen Filialen tatsächlich 24 Stunden, rund um die Uhr geöffnet. Und auch einige Supermärkte haben von 7-24 Uhr, auch samstags, offen. Man isst nicht mehr allein, was ja auch nicht schön ist. Ich habe immer Mitleid mit Menschen, die allein im Restaurant essen. Zu Hause essen auch viele vor dem Fernseher oder lesen dabei, was man beides eher nicht tun sollte, da man nicht mehr sieht was und wie viel man zu sich nimmt.

Ich frage mich nur, ob sich solche Öffnungszeiten für die Firmen rechnen, vielleicht ist ja jemand unter euch, der das beurteilen kann. Wird mehr an Lebensmitteln gekauft, weil es länger offen ist oder kaufen die Leute nur zu anderen Zeiten, aber immer gleich viel ein? Und geht man jetzt abends um 22 Uhr noch raus, weil man Lust auf eine Tiefkühlpizza hat, oder eher nicht?

Isst man im Fast Food Restaurant doch mal einen oder zwei Burger mehr, weil es jetzt auch zur jeder Zeit geht? Was meint ihr dazu?

Einfach glücklich

Man wird ja tausende von Malen am Tag gefragt, wie es einem geht, meistens sagt man „gut“, egal, ob es stimmt oder nicht, weil alle diese Antwort erwarten und wenn man „schlecht“ sagen würde, würde es niemand mitkriegen oder es kämen lästige Nachfragen.

Was aber passiert, wenn man mal seinem näheren Umfeld erzählt, dass man einfach nur glücklich ist, dass alles passt, Partnerschaft, Gesundheit, Job, alles. Der geringste Teil der Menschheit ist frei von Neid, es gibt welche, die können gönnen, das ist sehr selten und als Freund oder Bekannter, Bruder, Schwester oder Kollege unbezahlbar, wenn man so jemanden hat.

Doch können es viele gar nicht glauben, dass es echt alles schön ist bei einem im Leben, und sie fragen dann: „Echt?“ oder „Wo ist der Haken?“, als ob sie immer nach dem Haar in der Suppe suchen würden und hoffen doch etwas Negatives zu finden. Dabei kann jeder an seinem eigenen Glück arbeiten, es ist einfach, vor allem, wenn man auch seinem Umfeld Dinge wünscht und damit ist nicht “die Pest an den Hals” wünschen gemeint :- )

Jammern auf hohem Niveau

Trotz Krise, Angst um die Arbeitstelle und weniger Jobs machen es immer wieder Leute in eurem Umfeld: Jammern. Über Kunden, Kollegen, das irre Arbeitsaufkommen, die Überstunden und und und. Viele jammern so sehr über Nichtigkeiten, dass sie tatsächlich glauben es stimmt und sie würden unter unmöglichen Arbeitsbedingungen ausgebeutet.

Noch schlimmer als jammern, sind die Menschen, die sich dieses Gejammer anhören bzw. anhören müssen. Und immer wieder fragt man sich dann: warum haben diese Menschen nicht den Mut zu kündigen, wenn doch alles soooo schrecklich im Job ist und keiner lieb zu ihnen ist in der Kuschelzone Büro. Diese Arbeitnehmer sollten sich jedoch warm anziehen, durch die wirtschaftliche Lage hält der Konkurrenzdruck und damit der Ellenbogeneinsatz untereinander Einzug in unsere Büros und dann gibt es vielleicht bald einen echten Grund fürs Jammern. Fakt ist nämlich, dass viele ihre Stelle gar nicht so schlimm finden, sondern nur um Aufmerksamkeit und Beachtung betteln, indem sie von ihrem schweren Dasein berichten.

Welche Energien durchs Jammern jeden Tag verschwendet werden, wenn das auch nur die Hälfte der Leute mal lassen könnte, wäre Deutschland in der Krise echt schon besser dran :-)