Archiv der Kategorie 'Netzwelt'

Guter Nerd, böser Nerd

Nicht alle Menschen kennen sich gut mit Computern, Internet oder Servern aus. Im privaten Bereich hat man vielleicht einen Freund oder eine Freundin, die da mal aushelfen, wenn man sich einen Virus eingefangen hat oder etwas nicht versteht. Doch Firmen brauchen dafür Mitarbeiter oder externe Unternehmen, die das Netzwrrk und die Pcs am Laufen halten, Updates machen, programmieren und so weiter. Wenn man einen solchen “Nerd” für den IT Kram einstellt, kann man Pech oder Glück haben. Hat man einen guten Nerd erwischt, erklärt dieser alles einfach, ist hilfsbereit und kopiert sich keine Daten der Firma. Hat man jedoch Pech, so bekommt man den bösen Nerd. Wenn dieser zum Beispiel Programme für die Firma entwickelt hat und man sich verteaglich nicht abgesichert hat, kann er locker damit abhauen und die Firma sitzt dort und keiner kann mehr arbeiten. Es ist wie im amerikanischen Krime “guter Cop, böser Cop”.

Widerrufsrecht bei Onlinekäufen

Wer zum Beispiel bei ebay in einer Auktion einen Artikel kauft, hatte bis jetzt einen Monat Widerrufsrecht. Das ist nun anders, jetzt gilt dieses Recht nur noch 14 Tage lang. Der Bundesgerichtshof hat so entschieden und auch, dass der Händler bei Widerruf nicht nur den Preis zurückerstatten muss, sondern auch das Porto für das Hin – und Zurückschicken der Ware. Dies Gilt im gesamten Fernabsatz, also egal ob Katalog, Telefon oder Internet. Nur bei einem Warenwert von unter 40 Euro muss der Kunde das Porto selbst zahlen. Wenn jedoch der Widerrufshinweis fehlerhaft oder nicht vorhanden ist, verlängert sich die Frist unbegrenzt, so ist es dann für den Kunden möglich, die Ware auch nach Jahren zurück zu geben.

Profilpflege

Wenn eine Plattform wie Facebook im Schnitt weltweit 400 Millionen aktive Mitglieder hat, und das sicher nicht nur junge Leute sind, fragt man sich natürlich, wie da die Pflege des jeweiligen Profils, also von 400 Millionen Profilen aussieht. Es gibt viele Profile, die überhaupt nicht gepflegt werden, diese gammeln vor sich hin, keiner logt sich mehr ein, um sie mit neuen Inhalten zu bestücken oder Fotos hochzuladen. Dann gibt es das andere Extrem, Personen die ihr komplettes Leben bei Twitter oder Facebook offen legen und das am besten im fünf Minuten Rhythmus, jeder kennt gepostete Sätze wie: “Stehe gerade auf, esse ein Brötchen…..schlafe noch eine Stunde.” Unnötig und langweilig, wie viele finden, aber gut, gibt es halt auch.

Doch was passiert mit den Profilen von Menschen die sterben? Die können dann ja nichts mehr posten und nicht mal mehr ihren Account auflösen und alles löschen. Wenn man zum Beispiel einen Vertrag mit einem Internetanbieter hat und man stirbt, muss dort eine Sterbeurkunde hingeschickt werden, um diesen zu kündigen. Das machen dann die Hinterbliebenen, vorausgesetzt man hat auch welche. Aber da es für fast alles Dienstleister im Internet gibt, haben sich nun auch die Ersten darauf spezialisiert Profile von Menschen, nach deren Ableben weiter zu pflegen, dies kann im Vorfeld so vertraglich vereinbart werden. Dann können zum Beispiel aktuelle Einträge angepasst werden, Fotos oder Abschiedsbriefe an virtuelle Freunde verschickt werden, denn wie sollten Menschen auf dem anderen Ende der Welt von dem Tod desjenigen auch erfahren, außer übers Internet. Oder es wird einfach aufgepasst, dass nichts zugespamt wird, denn es ist nicht gerade schön für Verwandte lustige Einträge im Gästebuch zu finden, auf die ja niemand mehr reagiert und die schmerzvolle Erinnerungen aufkommen lassen.

Klar ist, ein Online Profil bleibt ewig erhalten, auch nach dem Tod, deshalb sollte man sich vielleicht mal Gedanken machen, ob das auch so gewollt ist oder ob man schon vorher kontrollieren und bestimmen möchte, was damit nach dem Ableben geschehen soll.

Elena

Hier geht es nicht um eine neue Seite von oder über Frauen im Internet, sondern um die Datenbank namens “Elena”. Noch nie gehört? Dann schaut mal genau hin. Um staatliche Leistungen wie Arbeitlosen- oder Elterngeld zu erhalten mussten Arbeitnehmer und Arbeitgeber immer sehr viel Formulare ausfüllen, ein großer bürokratischer Aufwand war nötig und viele Kosten entstanden.
Zum Bespiel mussten Daten, die in einem Unternehmen längst digital vorhanden waren, ausgedruckt und ans Amt geschickt werden, um dort wieder eingegeben zu werden. Man suchte nach einer Vereinfachung und Sparmöglichkeit, um diesen Prozess zu verbessern und kam auf “Elena”.

Die Abkürzung “Elena” steht für “Elektronischer Entgeltnachweis”. Alle Arbeitgeber müssen seit dem 1.Januar 2010 von insgesamt 40 Millionen Beschäftigten alle Entgeltdaten ihrer Mitarbeiter verschlüsselt an eine zentrale Speicherstelle der Deutschen Rentenversicherung in Würzburg übermitteln. Diese Infos werden dort unter Pseudonym gespeichert.
Ab 2012 soll jeder Verbraucher mit einer Chipkarte, die eine persönliche Signatur enthält, Daten zu Sozialleistungen wie Wohngeld etc. dort beantragen können.

Ärger gibt es vor allem, weil “Elena” sehr viel über jeden wissen möchte, Geburtsdatum, Fehlzeiten, Anschrift oder auch Abmahnungen sollen gespeichert werden, ob es wirklich zu 100 Prozent umgesetzt wird oder ob sich Datenschützer noch durchsetzen können, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Angeblich ist das ein sicheres Verfahren und der Chef könne z.B. nicht sehen, ob ein Mitarbeiter Wohngeld beantragt hat. Gerade wenn man seine Karte verliert, kommt man leicht an Daten anderer.
Das Verfahren soll bis zu 85 Millionen Euro an Verwaltungskosten einsparen, ob sich das lohnt, ist fraglich.

Wikipedia hat jetzt 1 Million Artikel

Mein Ersatzhirn und das wichtigste Utensil für meine Sendung hat nun 1 Million Artikel online, es geht um Wikipedia. Am Sonntag hat die deutschsprachige Version des Mitmachlexikons die Hürde von 1 Mio Einträgen übersprungen.

Der millionste Artikel handelt von dem amerikanischen Botaniker Ernie Wasson. Viele Nutzer hätten den Eintrag jedoch für zu belanglos gehalten und gleich wieder zur Löschung vorgeschlagen, so Wikipedia-Betreiber Wikimedia. Wenn es dazu kommen sollte, könnte ein Artikel über den Eisschnellläufer Robert Seifert das Jubiläum markieren. Rückblick: Den ersten Beitrag in der deutschen Wikipedia-Ausgabe hat im Mai 2001 der Biochemiker Magnus Manske über die sogenannte Polymerase-Kettenreaktion geschrieben, die Vervielfältigung der DNA im Reagenzglas. Im Ländervergleich steht die deutschsprachige Wikipedia-Ausgabe auf Platz zwei – die englischsprachige kommt auf mehr als 3 Mio Einträge. Das französische Wiki spuckt rund 880.000 Artikel aus, das polnische etwa 660.000.

Ich werde ja oft kritisiert, weil ich meine Definitionen von Wikipedia nehme, aber ich bin eben für jegliche Art von user generated content und da gehört die Wiki natürlich auch dazu und deshalb bleibe ich ihr auch treu : -)

Das tollste Geschenk für Mädchen

Hallo ihr Lieben,

jetzt wo Weihnachten vor der Tür steht, machen sich viele Männer Gedanken, was ihrer Freundin so zum Fest der Liebe gefallen könnte. Wenn ihr Jungs so eine Frau wie mich an eurer Seite habt, dann habt ihr mein volles Mitgefühl :-) Nein, Spaß beiseite, dann könnt ihr eurer Liebsten doch diesen tollen retro Telefonhörer in pink kaufen. Es gibt Adapter für fast jedes mobile Gerät, ich habe es jetzt am I Phone. Und es vermindert die Strahlung und arbeitet mit Spracherkennung, so dass die Nummer schon angewählt werden, wenn man den Namen der Person sagt, die man anrufen möchte. Einfach super, aber seht selbst :-)

Pink

Falsche Freunde

Es geht hier um Freunde im Netz, die muss man nicht unbedingt schon einmal gesehen haben, aber man hat Kontakt und vielleicht auch ein gewissen Vertrauen und das ist das Problem.

Sonst kamen Spam Mails, Porno Mails und Virenpakete gerne mit Mails von Unbekannten an, diese hat man dann natürlich nicht geöffnet, da man wusste, dass eine potentielle Gefahr dahinter steckt.

Diese neue Art der digitalen Kriminalität im Internet nennt sich “Drive by Infektionen”, den “Drive by Download” hatten wir ja schon in Folge 118 erklärt, auch keine schöne Sache. Mitglieder von Onlinenetzwerken halten Mails von “Freunden” für glaubwürdig und ungefährlich, da kommen die “Drive by Infektionen” ins Spiel, es funktioniert so: Die Kriminellen melden sich mit falschen Daten in einem Forum an, sie hacken sich in die Freundesliste und werben so immer weitere Freunde, da Freunde von Freunden eher vertraut wird. Dann werden die digitalen Freunde mit Werbemails und Co. zugeballert, als Absender fungieren Personen, die nichts damit zu tun haben, ihr Profil wurde gehackt und für die Attacken missbraucht.

In den Mails, die von den Kriminellen versandt werden, befinden sich oft Links, wenn man auf diese klickt, kommt man oft auf gefakte Seiten und soll dort Login Daten oder gar Daten des Bankkontos preisgeben, was man auf jeden Fall unterlassen sollte.

My own brand

Zwei Drittel aller Deutschen sind im Schnitt ca. 90 Minuten am Tag privat online. Diese Menge macht sich das Personal Branding zu Nutze (dazu gibts auch bald 10 Tipps von mir). Darunter versteht man, sich und seine eigene Marke im Internet und dann hoffentlich auch im echten Leben bekannt und erfolgreich zu machen. Man wirbt für sich.

Auch im Job wird von 61 Prozent der Arbeitgeber ins Netz geschaut, was ein Jobkandidat so anzubieten hat, im Positiven wie im Negativen. Wenn man sich selbständig macht, muss man damit rechnen, genau beäugt zu werden, man sollte regelmäßig mit Suchmaschinen nach dem eigenen Namen, der Firma und dem verbreiteten Image suchen. Das Bild von dir und deiner Firma im Netz muss nicht immer stimmen und sollte deshalb gut kontrolliert und gesteuert werden, da, je mehr darüber im Netz steht, es auch geglaubt wird.

Um sich eine richtige Marke auszubauen muss man mit bis zu einem Jahr und ca. 1 Stunde pro Tag an Zeitinvestition rechnen. Man sollte sich genau überlegen was man anbietet, wer die Zielgruppe ist und was einen einzigartig gegenüber der möglichen Konkurrenz macht. Die Komplexität ist entscheiden, es sollten mehrere Kanäle zum Ansprechen der Zielgruppe genutzt werden wie z.B. Netzwerkgruppen, Blogs, Onlineforen und natürlich die eigene Internetpräsenz. Immer wieder die Zielgruppe überraschen und sich neu erfinden, das ist schon mal in guter Weg zum personal brand.

Die neuen Wege des Spams

Oha, das sind mal Zahlen: 24 Milliarden Spam Mails werden jeden Tag verschickt, gut, dass wir die nicht alle lesen und es dafür Spam Filter gibt :-) Aber das ist kein Spaß, denn nicht nur die Mails sind ein Problem, denn die Flut an Spam sucht sich jetzt neue Wege um uns zu nerven mit Viagra und anderem Schrott.

Spam geht über Kanäle wie Twitter, Skype oder Facebook. Sei es durch Fenster, die aufpoppen oder “nette” Leute, die in der Freundesliste auftauchen und geaddet werden wollen. Diese locken dann auf irgendwelche dubiosen Webseiten, auf die man besser nicht geht, nichts anklickt und bloß nichts kauft, denn dann hat es sich schon gelohnt für solche Kriminellen.

Es kostet nur ca. 350 Euro, rund 20 Millionen Mails voll mit Spam zu verschicken, das Geld ist schnell wieder drin, wenn nur ein paar Blöde anbeißen. Doch, dass Spam auch die Umwelt schädigt, bei 33 Milliarden Kilowattstunden, die für das Verschicken und Abrufen weltweit an Strom benötigt werden, bedenken die wenigsten. Spamen ist strafbar und das ist auch richtig so.

I Phone: Pro und Contra

Fast jeder hat eins, aber ist es wirklich so toll, wie in der Werbung angepriesen? Hier das Pro und Contra fürs I Phone vom Modell 3 G bis 3 GS.

Pro: Es sieht toll aus, sogar in pink gibt es lustige Schalen, und auch nur in schwarz ist es schick und leicht, das zur Optik. Natürlich ist es ein Meisterwerk der Technik, ich kann telefonieren, SMS und Mails schreiben, ins Internet, viele coole Spiele drauf laden, finde überall ein Restaurant und kann Filme, Musik und Fotos drauf ziehen. Das I Phone ist unendlich leicht zu bedienen, es macht Spaß mit anderen über die Neuigkeiten für die Geräte zu sprechen, ein virtuelles Bier zu trinken oder zu schauen, ob der Partner zu einem passt (das geht per Daumenscann).

Contra: Der Akku, bei den neuen Modellen schon viel besser, aber auch, wenn man die Taschenlampe, die sich Display nennt, etwas runter fährt, frisst der Akku ohne Ende und man hat das Gefühl, das Ding hängt jeden Tag zu lang am Strom. Die einen finden es super, die anderen nicht, es hat einen Touchscreen, also keine Tasten, was SMS blind schreiben unmöglich und Mails schreiben zur Übungssache macht. Das I Phone wird sehr schnell warm, gerade bei langen Gesprächen. Es ist nur bei der Telekom erhältlich.

Alles in allem gibt kein vergleichbares Gerät, es ist einzigartig, im positiven wie im negativen Sinne :-)