Das reale Leben
Jeder der mal sehr früh aufstehen musste und dann den Fernseher einschaltet oder einen Tag zu Hause ist und nachmittags fern sieht, kennt sie: Doku Soaps oder auch Realtiy Formate.
Dort wird aus dem “wahren Leben” berichtet, von schwangeren Jugendlichen, zwischenmenschlichen Konflikten, Arbeitslosigkeit, Schulden, Wohnungssuche und zig anderen Themen.
Braucht niemand so etwas, denkt ihr? Stimmt nicht ganz, der Markt spricht eine andere Sprache, die Quoten dieser Sendungen am Nachmittag und frühen Abend sind durchweg sehr gut, so gut, dass die Nachfrage nicht befriedigt werden kann. Heißt: es gibt nicht mehr genug normale echte Menschen, die sich in solchen Doku Soaps vorführen lassen wollen und so entstand das Konzept von “Scripted Reality”.
Diese geschriebenen Fälle von Realität unterscheiden sich kaum von dem Trash der anderen Formate, man merkt den Unterschied kaum, doch es sind Laien Schauspieler, ähnlich wie bei Gerichtsshows, die dort zu sehen sind. Handlung und Personen sind frei erfunden. Im Abspann gibt es dann einen kleinen Hinweis, dass es sich um eine erfundene Geschichte handelt.
Solche Sendungen lassen sich sehr günstig produzieren, die Geschichten werden der Gier des Publikums nach mehr absurderen Storys und viel verrückteren Protagonisten gerecht und viel angeschaut.
Denn das wirkliche Leben ist scheinbar zu langweilig, um darüber zu berichten, es muss immer kranker und kaputter sein um die Zuschauer zu binden.



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