Du hörst mir nie zu.

Zuhören, einfach mal den Mund halten und andere reden zu lassen ist verdammt schwer.
Und es ist erwiesen, dass dies immer weniger Menschen können bzw. machen möchten. Ich bin da wie viele andere auch, ich rede gern und ohne Punkt und Komma, wenn man mich nicht stoppen würde, wahrscheinlich sogar Wochen lang durchgehend.

Wenn man anderen zuhört, konzentriert man sich auf das Gesprochene des anderen und nicht mehr auf sich selbst. Man zeigt Interesse an dem Gegenüber. Ich kenne Leute, die schaffen es nicht, auch nur 1 Minute zuzuhören, sondern geiern schon auf den Moment, in dem der andere Luft holt, um ihn unterbrechen und selbst weiter reden zu können.

Es ist ein Klischee zu behaupten, dass nur Männer in einer Beziehung oder generell nicht zu hören würden. Der Satz “Liebling, du hörst mir nie zu”, passt in der auf sich selbst fixierten Umgebung in der wir uns befinden, immer besser auf viele Menschen.
Zuhören tun immer nur Leute, die noch etwas lernen müssen, so wie Schüler im Unterricht oder in der Uni, und schnell ist man dann gelangweilt, gerade wenn etwas vorgelesen wird, fällt es einem schwer, längere Zeit aufmerksam zu bleiben.

Und gehört, bedeutet nicht immer verstanden, das musste ich auch lernen :-)

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