E-Mail-freie-Tage

So etwas gibt es, der Trend aus den USA, der dort gerade die großen Konzerne erreicht, wird es sicher bald auch zu uns schaffen. Da fast nahezu jeder Mitarbeiter täglich mit einer Flut an wichtige und weniger wichtigen Mails überschwemmt wird, führen Firmen sogenannte E -Mail-freie-Tage ein, meistens am casual friday, an dem Mails verschicken und lesen unterbunden wird. In manchen Unternehmen dürfen nicht mehr als vier Mails pro Tag gesendet werden.

Einige Mitarbeiter haben verlernt zu telefonieren und schreiben dem Kollegen im gleichen Raum lieber eine Mail, anstatt mit ihm zu sprechen. Jede Mail, die ins Postfach flattert, unterbricht die Arbeit, man macht das Fenster zu, weil man den kleinen Briefumschlag sieht und sich doch dafür interessiert, was dahinter stecken könnte, vielleicht ist es wichtig. Geräte wie Black Berrys machen es nicht einfacher, sie machen jeden auch unterwegs zum Neugieren und Erreichbaren.

Manager versuchen nun, immer nur noch wenige Stunden z.B. von 10 Uhr bis 12 Uhr und nur noch einmal am Tag ihre Mails zu lesen und zu beantworten, alles andere was danach kommt, muss bis zum nächsten Tag warten. Nichts könnte so wichtig sein, dass man nicht einen Tag darauf warten könnte. Sonst liest man die Mail oder verschiebt sie in Ordner wie “wichtig” oder “Paul” oder “Petra”, druckt sie womöglich noch aus und heftet sie ab, wird fünf Minuten nach Absenden der Mail gefragt: “Wie, du hast meine Mail noch nicht beantwortet, hast du die etwa nicht bekommen?” E -Mails können Arbeit erleichtern, aber auch ohne Ende neue erzeugen, man muss sich eine disziplinierte Umgangsweise mit diesem Medium angewöhnen, sonst fängt es schnell, an den Arbeitsalltag zu regieren ;-)

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