Praktikrise

Das Wort klingt niedlich, was sich dahinter verbirgt, ist es aber nicht. Zu Zeiten der Krise müssen immer mehr qualifizierte und gut ausgebildete Akademiker Praktika machen, anstatt einen gut bezahlten Vollzeitjob zu bekommen. Die Generation Praktikum erfährt ein Revival und das ist oft sehr frustrierend für Berufseinsteiger.

In Spanien sieht es noch schlimmer aus als in Deutschland, dort sind 33 Prozent der jungen Bevölkerung arbeitslos, die Menschen müssen bei ihren Eltern wohnen bleiben, da sie keine Miete zahlen könnten, jeder Dritte unter 30 Jahren sucht dort Arbeit.

In Deutschland machen viele junge Akademiker alles richtig, super Abschluss, gute Noten, viele Sprachen können sie und im Ausland waren sie auch, dennoch ist der Arbeitsmarkt durch Angst und Unsicherheit geprägt. Es werden nicht mehr so viele Menschen eingestellt und junge ungern, da man sie einarbeiten muss, sie haben wenig Berufserfahrung und man hat Angst, dass der Bewerber dann doch nicht passt und scheut Kosten. Das ist ungerecht, man nimmt jungen Leuten damit die Möglichkeit sich zu beweisen. Es ist unbefriedigend sich von Praktikum zu Praktikum zu hangeln, die in 51 Prozent der Fälle nicht bezahlt werden, nur in der Hoffnung, dann einen festen Job zu bekommen.

Über 40 Prozent der Berufseinsteiger unter 24 Jahren bekommen befristete Arbeitsverträge, was zusätzlich zu einer Unsicherheit führt. Doch es gibt auch Hoffnung, wenn man sich auf Kompromisse einlässt und z.B. nicht in den großen Konzern geht, sondern in den Mittelstand, denn der stellt noch ein und kann gut bezahlen. Auf jeden Fall heißt es durchhalten und Initiative zeigen und sich nicht mit einem Praktikum nach dem anderen abspeisen lassen und sich damit von der Krise das Berufsleben bestimmen lassen.

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