Von allem zuviel

Reizüberflutung, ja so nennt man das wohl. Wir bekommen es als junge Leute doch wirklich von allen Seiten. Ich bin zwar auch jung, aber fühle mich manchmal richtig alt, wenn ich sehe, was da in dieser schnell lebigen Zeit alles auf einen herein prasselt. Man muss nicht nur immer erreichbar sein und immer top informiert, sondern auch was Technik und Zusatz Schnick Schnack für Handy oder PC und so weiter angeht,immer mithalten können.

Das fängt doch schon bei den Jugendlichen in der Schule an, Thema Mobiltelefon = Thema Klingeltöne und hoffentlich haben auch alle Handys eine Kamera und UMTS und Bluetooth, damit man miteinander spielen und sich Videos ansehen kann. Es geht weiter beim Computer, soviele neue Dinge, die der können muss und jeden Tag kommen mehr dazu.

Und im Netz geht alles so schnell, dass man selbst als Profi nicht mehr ganz mitkommt. Es wird einem auch irgendwie immer und überall geholfen, mit Sendungen im Fernsehen über Wohnungseinrichtung, Partner- oder Wohnungssuche, Auto verbessern, Kinder verbessern, Finanzlage verbessern, als ob nichts mehr allein ging. Als ob der Durchschnittsdeutsche immer Unterstüzung bräuchte, natürlich kann man sich das auch alles ansehen und sich freuen, dass man nicht in der blöden Lage ist, wie die Menschen, denen wir da zuschauen, aber trotzdem kommt die Frage auf, braucht man das? Die 3000. Kochsendung oder das 2000. Einrichtungsmagazin? Natürlich gibt es da immer einen Markt für, mit jeder Menge Abnehmern, aber sollte man nicht lieber einfach in der Zeit, in der so etwas zu sehen ist, selbst in den Baumarkt gehen und die Bretter fürs Hochbett kaufen? ;-)

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